Lebst du….

Lebst du, was du verstanden hast?

LEBST DU, WAS DU VERSTANDEN HAST?

Ich habe viel verstanden. Durch Leben. Durch Scheitern. Durch Glück. Durch Bücher, Kurse, Gespräche.
Ich kenne viele Antworten – aber lebe ich sie wirklich?

Genau darum geht es hier.

Dieser Blog ist meine persönliche Challenge: Ein Jahr lang stelle ich mir immer wieder dieselbe Frage – lebe ich, was ich verstanden habe?
Und ich beobachte, was das mit mir macht. Was sich verändert. Was nicht.
Ohne Dogma. Ohne erhobenen Zeigefinger.
Einfach echt.

Vielleicht findest du dich in manchem wieder. Vielleicht bekommst du Lust, dich selbst zu fragen.
Vielleicht wächst da etwas in dir – leise, langsam, kraftvoll.

Fragen lenken meinen Weg

Neulich habe ich mich dabei erwischt: Ich saß da und fragte mich zum dritten Mal an diesem Tag: Warum kriege ich das nicht hin?
Und die Antworten? Immer dieselben: zu müde, zu viel los, falscher Zeitpunkt.
Ich suchte Erklärungen – und blieb genau da, wo ich war.

Dann habe ich die Frage gedreht: Wie kann ich es morgen schaffen?
Auf einmal kamen konkrete Ideen: Termin festlegen. Tasche bereitlegen. Wecker früher stellen.
Kein Grübeln mehr, sondern ein nächster Schritt.

Ich habe verstanden: „Warum“ erklärt, „Wie“ verändert.

Seit mein Hund

im letzten Jahr gestorben ist, fehlt es mir deutlich an Bewegung.
Mit Hund war es klar: raus, egal wie voll der Tag war, egal wie das Wetter ist. Ohne Hund… rutscht es einfach vom Plan.

Das Verrückte: Ich weiß, wie gut mir Bewegung an der frischen Luft tut.
Ich weiß auch, wie man neue Gewohnheiten etabliert.
Und trotzdem merke ich gerade, wie schwer es ist, ins Tun zu kommen.

Wenn ich mich frage: Warum schaffe ich das nicht?
… finde ich Gründe: zu viel Arbeit, zu viele Termine, zu müde.

Wenn ich mich frage: Wie kann ich es schaffen?
… kommen Ideen: feste Uhrzeit, Termin im Kalender, Spaziergang mit einer Freundin verabreden.
„Warum“ hält mich in der Analyse,
„Wie“ bringt mich in Bewegung.

Jetzt braucht es nur noch einen triftigen – fast schon „heiligen“ – Grund, der stärker ist als jede Ausrede.
Einen Grund, der mich nicht antreibt, sondern zieht.

 

Heute werde ich

„schwanger gehen“ mit meiner Absicht – mehr in Bewegung zu kommen und mit meiner wahren Absicht- meinen Job gut zu machen (deshalb hab ich ja keine Zeit 😉

Was treibt mich an- in jedem dieser Bereiche?

So klein wie möglich – so machbar wie es nur geht.

Für mich heißt das: Ich starte so winzig, dass Ausreden keine Chance haben. Keine komplizierten Pläne, keine 60-Minuten-Workouts, sondern ein Mini-Schritt, der sich fast von selbst in den Alltag schmuggelt.

Und meiner heißt:
Jeden Morgen nach dem Aufstehen ein Sonnengruß.
Kurz, einfach, machbar – und ein kleiner Energie-Kick, bevor der Tag losgeht
.

Darf Zielerreichung leicht sein?

Heute im Wald ist mir ein alter Glaubenssatz begegnet:
„Wenn du ein Ziel erreichen willst, musst du Dinge tun, die du eigentlich gar nicht magst.“

Aber… stimmt das wirklich?
Was, wenn wir Ziele nicht durch Schwere, Zwang und Frust erreichen müssen –
sondern durch Freude, Neugier und Lust am Tun?

Vielleicht entsteht die größte Ausdauer nicht aus Disziplin,
sondern aus Begeisterung.
Vielleicht ist Leichtigkeit kein Zeichen von Oberflächlichkeit,
sondern von tiefer Verbundenheit mit dem, was wir tun.

Was wäre, wenn dein Ziel dich nicht müde macht –
sondern nährt?

 

Wenn nichts sichtbar passiert

Manchmal arbeite ich stundenlang, tagelang – und im Außen scheint sich nichts zu bewegen.
Nur ich, mein Laptop und der leise Zweifel: Lohnt sich das überhaupt?

Dann erinnere ich mich: Nicht jedes Wachstum ist sofort sichtbar.
Wurzeln wachsen im Verborgenen – und ohne sie kippt alles, was oben entsteht.

Also arbeite ich weiter.
Still. Geduldig. Mit dem Vertrauen, dass das Unsichtbare irgendwann sichtbar wird.

Lebst du, was du verstanden hast?

Mehr Bewegung in mein Leben bringen

Wir alle wissen: Bewegung tut gut. Sie hält uns gesund, löst Verspannungen, bringt Energie und Klarheit in den Tag. Verstanden habe ich das schon lange – doch wirklich gelebt? Das war eine andere Geschichte.

Der Schlüssel für mich war das Prinzip der Tiny Habits: neue Gewohnheiten so klein und machbar wie möglich starten.
Darum habe ich meine Yogamatte sichtbar in meiner Wohnung platziert – nicht irgendwo im Schrank, sondern dort, wo ich sie morgens sofort sehe.

Und dann habe ich einen klaren Auslöser gewählt:
Direkt nach dem Toilettengang beginne ich mit dem Sonnengruß (so klein wie möglich) und mit 10 Minuten Pilatesübungen auf der Matte.

So wurde aus einer guten Absicht eine konkrete Routine. Ohne Kampf, ohne inneren Druck – sondern mit Leichtigkeit und einem klaren Plan.

Die ersten Erfolge spüre ich schon jetzt:
Meine verspannte Schulter – durch die viele PC-Arbeit – fühlt sich deutlich besser an.
Und ich merke, wie mein Körper es genießt, gleich morgens bewegt und achtsam geweckt zu werden.

Fazit: Wissen allein verändert nichts. Erst wenn du es lebst, entfaltet es seine Kraft.

Weißt du , wie toll sich das anfühlt-
seinen inneren Schweinehund zu besiegen?

Doch die Extrameile gegangen zu sein- egal wie diese aussieht. Obwohl du absolut keine Lust hattest, dein Vorhaben- deine neue Gewohnheit doch einzuhalten und !! noch einmal mehr zu machen als geplant.

Dieses innere Lächeln:
Ja
– ich hab’s auch heute geschafft!
Ja– ich hab mich überwunden!
Ja- ich bin dran geblieben!

Ich bin stolz auf mich und ich klopfe mir innerlich auf die Schulter. Ein extrem gutes Gefühl.

Wenn auch du deine heutige Extrameile gegangen bist ……
Vergiss bitte nicht- dich dafür zu feiern !!
Du hast es dir verdient, dich wertzuschätzen. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass du es getan hast.

Schlaflos

Ich kann nicht schlafen.
In meinem Kopf kreisen Gedanken, wie wildgewordene Vögel, die einfach nicht zur Ruhe kommen wollen. Ich wälze mich hin und her, suche eine Position, die mich endlich hält – aber da ist nur Unruhe.

Ich weiß, dass Grübeln nichts bringt. Ich weiß, dass ich loslassen müsste, atmen, vertrauen, einfach da sein. Ich hab’s hundertmal gesagt – zu mir, zu anderen.
Und doch liege ich hier, hellwach, gefangen im Karussell meiner Gedanken.

Lebst du, was du verstanden hast?
Ich in diesem Moment nicht. Und das ist okay.

Vielleicht ist genau das Leben – zu merken, dass ich’s nicht kann, und trotzdem freundlich mit mir zu bleiben.
Nicht perfekt sein zu müssen, um echt zu sein.

Also atme ich.
Nicht, weil ich’s sollte – sondern weil mein Körper mich ruft.
Ich spüre mein Herz, mein Gewicht auf der Matratze, die Wärme der Decke.
Und irgendwo zwischen Anspannung und Müdigkeit fällt etwas ab. Kein großes Erwachen. Kein Zauber. Nur ein kleiner Moment Frieden.

Vielleicht ist das schon alles.
Vielleicht ist das: leben, was ich verstanden habe.

Fokus und Bedürfnisse

Wie weit bin ich mit meiner eigenen Challenge gekommen bisher?
Viele Erkenntnisse. Besonders die, wie wichtig es ist, den Fokus zu halten – auf das, was ich wirklich erreichen möchte. Und das ist absolut schwer.

Mir ist extrem klar geworden, wie sehr unsere inneren Motivatoren – die uns alle antreiben, nur in ganz unterschiedlicher Ausprägung – unseren Weg bestimmen. Sie sind wie unsichtbare Kräfte, die lenken, ohne dass wir es immer merken.

Und was fast noch wichtiger ist:
wie viel Macht unsere Bedürfnisse haben.
Nicht erfüllte Bedürfnisse können selbst die besten Pläne sabotieren. Sie ziehen uns unmerklich zurück in alte Muster, in Ablenkung, in Widerstand.
Aber erfüllte Bedürfnisse… sie tragen uns. Dann läuft’s leicht. Dann fließt es. Dann geht der Weg fast von selbst.

Ich sehe einmal mehr:
Es reicht nicht, Ziele zu setzen oder zu wissen, was ich will.
Ich darf auch spüren, was ich brauche – und gut für mich sorgen.

Denn nur, wenn beides zusammenkommt – Zielklarheit und Bedürfnisachtsamkeit – entsteht echte Veränderung.
Dann wird aus Anstrengung plötzlich Bewegung.
Dann beginnt Wandel.

Finde Klarheit. Lebe Freiheit

Wuppertal